Grund zum Feiern – 5 Jahre in Remission dank der SCD

Grund zum Feiern – 5 Jahre in Remission dank der SCD

Anlässlich dieses Jubiläums habe ich den oben abgebildeten SCD-Karottenkuchen gebacken, den wir gleich anschneiden und genießen werden.

Ich freue mich und bin unendlich dankbar dafür, dass mein Sohn Luca seit Oktober 2017 keinen Krankheitsschub mehr hatte und seinen Darm heilen konnte. Dies schreiben wir insbesondere der Speziellen Kohlenhydrat-Diät (SCD) zu, die er seit circa sechs Jahren strikt befolgt. Er nimmt keinerlei Medikamente ein und dies bereits seit über fünf Jahren. Dies ist ein phantastischer Heilerfolg für einen jungen Mann, dem von ärztlicher Seite mitgeteilt wurde, dass er aufgrund seiner Colitis ulcerosa höchstwahrscheinlich für den Rest seines Lebens von Medikamenten abhängig sein würde.

Es existieren zahlreiche sogenannte “Anekdoten” (Fallbeispiele) von Patienten, die ihre chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) mit Hilfe der SCD lindern oder sogar vollständig in Remission bringen konnten. Hierzu gibt es inzwischen auch mehrere wissenschaftliche Studien, über die ich in meinem Buch Neue Chancen bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen – Wie die Spezielle Kohlenhydrat-Diät SCD bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa hilft berichte (Kapitel 9: SCD – Hilfe für Betroffene). Diese Studien zeigen, dass die SCD eine effektive, nebenwirkungsfreie Alternative für die Behandlung von CED darstellt und den Einsatz von Medikamenten reduzieren oder sogar überflüssig machen kann.

In diesem Buch setze ich mich auch mit der Frage auseinander, wie es sein kann, dass sich in der konventionellen Medizin immer noch das Dogma hält, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen hätten nichts mit der Ernährung zu tun (Kapitel 5: Diät als Therapie bei entzündlichen Erkrankungen, Kapitel 8: Medizinische Leitlinien und die Pharmaindustrie). Erst vor kurzem habe ich auf der Internetseite “das Gastroenterologieportal.de” kopfschüttelnd folgendes Zitat gelesen:

Prinzipiell ist bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen keine spezielle Diät notwendig. Sie können alles was sie vertragen und was ihnen schmeckt zu sich nehmen.(1)

Aussagen wie diese sind in der Standardmedizin leider immer noch Gang und gäbe, obwohl sie nicht dem aktuellen Stand der Wissenschaft entsprechen und einfach nicht mehr haltbar sind. Es ist unfassbar, dass dieser Glaubenssatz eine Grundlage für die Behandlung von CED-Patienten darstellt und diese schlichtweg falsch informiert werden. Denn diese Standard-Aussage von Gastroenterologen lässt unter anderem völlig außer Acht, dass Gluten bei den Umweltfaktoren, die bei Menschen mit einer entsprechenden genetischen Prädisposition zu Autoimmunerkrankungen führen können, an allererster Stelle steht. Morbus Crohn und Colitis ulcerosa gehören zu dieser sehr großen Gruppe von Erkrankungen.

Da die SCD unter anderem alle Getreidearten ausschließt, ist sie automatisch auch eine wirklich glutenfreie Diät. Basierend auf Patientenerfahrungen mit der SCD und den Ergebnissen wissenschaftlicher Studien müsste das obige Zitat wie folgt abgeändert werden:

Prinzipiell kann bei CED eine spezielle Diät von großem therapeutischem Nutzen sein. Insbesondere die Spezielle Kohlenhydrat-Diät hat sich bei Tausenden Patienten seit Jahrzehnten bewährt und rückt immer mehr in den Fokus wissenschaftlicher Studien. Nicht alles, was ihnen schmeckt, ist ihrer Darmgesundheit zuträglich und kann zur Verschlimmerung ihrer Krankheitssymptome beitragen.

Das Rezept für den oben abgebildeten Karottenkuchen, der nicht nur schmeckt, sondern auch Deine Darmgesundheit unterstützt, findest Du in meinem nächsten Blogbeitrag oder in meinem SCD-Kochbuch (Die Spezielle Kohlenhydrat-Diät – Das Kochbuch bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa). Dort erfährst Du auch, wie lange Du nach Diätbeginn warten solltest, bis Du Gebäck mit Mandelmehl verzehren darfst.


(1) https://dasgastroenterologieportal.de/FAQ_69.html (Zuletzt aufgerufen am 09.10.2022)